Wir unterstützen den Kampf gegen die Plastikflut
Plastik beherrscht unseren Alltag und wir können uns kaum gegen die Verschmutzung durch Plastikabfälle wehren. In den letzten zehn Jahren haben wir mehr Kunststoff produziert als im gesamten letzten Jahrhundert. Fünfzig Prozent der Kunststoffe benutzen wir nur einmal und entsorgen sie dann. Aber wohin geht der ganze Plastikmüll? Teilweise geht er zum Recyceln nach Übersee oder landet auf Deponien. Doch mehr als 80 Prozent gelangen vom Land aus in unsere Gewässer. Infolgedessen schweben in den Ozeanen riesige Mülldeponien umher.  

Der Plastikmüll in unseren Meeren zerfällt in winzige Partikel, die an allen Stränden der Welt landen. Meeresbewohner nehmen die winzigen Teilchen mit der Nahrung auf oder verfangen sich in Kunststoffnetzen. Jedes Jahr verenden mehr als 100.000 Meeressäuger und eine Million Seevögel. Laut Studien verändern einige Verbindungen in Plastik die Hormone und haben Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Um etwas dagegen zu unternehmen, unterstützen wir Organisationen, die gegen den Plastikmüll im Meer ankämpfen. Wir spenden 1€ pro verkauften Artikel, der in unserem Shop getätigt wird.

One Earth – One Ocean 


One Earth – One Ocean ist eine gemeinnützige Umweltorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gewässer von maritimem Müll zu befreien. Mit einem umfangreichen mehrstufigen Konzept sammelt sie den Plastikmüll, um ihn nachhaltig zu verwerten oder Öl aufzubereiten. Im Einsatz sind vier verschiedene Müllsammelschiffe, die an den Küsten, auf Binnenseen und Flüssen eingesetzt sind. Geplant ist, dass diese Schiffe in absehbarer Zukunft zum Teil vollautomatisch arbeiten, indem moderne Solar- und Windtechnologien angewandt werden. 

An Flussmündungen und auf Binnengewässern sind sogenannte Seehamster im Einsatz, die den Müll mit klappbaren Fangnetzen einsammeln. Im küstennahen Bereich sammelt der Schiffstyp Seekuh den Plastikmüll. Beide Schiffe trennen und recyceln zurzeit noch an Land. Ein größeres Versorgungs- und Wartungsschiff, der Seefarmer, übernimmt den Müll von den Seekühen und Seehamstern, um ihn dann zu dem See-Elefanten zu bringen, ein großes Containerschiff, das über eine Verölungsanlage verfügt, aus der schwefelfreies Heizöl gewonnen wird. 

The Ocean Cleanup 


The Ocean Cleanup ist das revolutionäre weltbekannte Projekt zur Säuberung der Meere. Es wurde von dem Niederländer Boyan Slat ins Leben berufen und sollte zuerst im Nordpazifikwirbel eingesetzt werden. Der überdimensionale Meeresstaubsauger ist mit 600 Meter langen röhrenförmigen Fangarmen ausgestattet. Unter ihnen befindet sich eine verjüngende Verlängerung, die drei Meter bis in die Tiefe reicht. Sie funktioniert wie ein Sieb und fischt den Plastikmüll von der Wasseroberfläche ab. Um zu verhindern, dass das System im Meer abdriftet, ist es mit Schwimmern ausgestattet, die von einer treibenden Ankerkonstruktion gehalten werden. 

Sowohl Kunststoff als auch das System werden durch den Strom getragen. Wind und Wellen treiben nur das System an, da sich der Schwimmer direkt über der Wasseroberfläche befindet, während sich der Kunststoff unmittelbar darunter befindet. Das System bewegt sich schneller als der Kunststoff, sodass dieser dort eingefangen werden kann. Aufgesammelt wird der Müll von Booten, die ihn dann zum Recyceln abtransportieren. 

WWF kämpft gegen die Plastikflut 


Der WWF engagiert sich weltweit dafür, dass die Vermüllung der Weltmeere abnimmt. Um die Plastikflut zu unterbinden, stoppt er diese direkt an der Quelle. Er setzt sich auf internationaler Ebene bei der UN-Umweltversammlung insbesondere dafür ein, dass die Umwelt nicht mehr unkontrolliert mit Plastikmüll belastet wird. Zudem bewirkt er, dass die Müllsituation in den Ländern verbessert wird, die den meisten Plastikmüll verursachen. 

Auf den Philippinen, in Vietnam und Indonesien geht der WWF mit lokalen Projekten gegen die Verschmutzung der Meere vor. In Indonesien ist die Vermüllung der Strände, Gewässer und Korallenriffe dermaßen gravierend, darum soll dort der Müll um 70 Prozent reduziert werden. Die Strände werden nun von Sea Soldiers bewacht und vom Müll befreit. Außerdem wurde in einigen Städten eine Plastiksteuer eingeführt. Auch in Deutschland setzt sich der WWF gegen die Plastikflut ein und sammelt in der Ostsee herrenlose Fischernetze ein, die für viele Tiere eine Bedrohung darstellen.